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„Swarm“ soll das Erdmagnetfeld aus dem All erforschen

Die ESA-Mission „Swarm“ wird eine der geheimnisvollsten Aspekte unseres Planeten zu lüften. Obwohl für uns eigentlich unsichtbar, verursachen elektrische Ströme im Magnetfeld der Erde komplexe Kräfte, die Einfluss auf das tägliche Leben auf der Erde haben.

Anordnung der "Swarm"-Satelliten
Die Grafik zeigt die Anordnung der „Swarm“-Satelliten über der Erde (Quelle: ESA/AOES Medialab)

Das Erdmagnetfeld schützt uns vor kosmischer Strahlung aus dem All sowie geladenen Teilchen, die die Erde mit dem Sonnenwind erreichen. Ohne diesen Schutzschild würde die Atmosphäre so wie wir sie kennen, nicht existieren, wodurch Leben auf der Erde nahezu unmöglich wäre.

Auch starke Sonnenstürme haben das Potenzial, Energie-und Kommunikationsausfälle zu verursachen sowie Satelliten zu schädigen. Polarlichter sind eine sichtbare Folge von dem, was passiert, wenn geladene Teilchen mit Atomen und Molekülen in der oberen Atmosphäre kollidieren.

Das Magnetfeld der Erde ist in einem permanenten Wandel. Darüber hinaus verändert sich die Stärke des Magnetfeldes ständig – und derzeit zeigen sich Anzeichen einer signifikanten Abschwächung. Das Abschwächen des Magnetschildes könnte auf eine Umkehr des Magnetfelds hindeuten. Im Schnitt polt sich das Magnetfeld der Erde alle 250.000 Jahre um, die Kompassnadel zeigt dann anstatt nach Norden, nach Süden. Die letzte Umpolung fand vor 780.000 Jahren statt – die nächste wäre also eigentlich überfällig. „Das wird aber sicher erst in vielen hundert Jahren wieder passieren“, erklärte ein Esa Experte.

„Swarm“ ist die erste ESA-Satellitenkonstellation die uns das Verständnis , wie die Erde funktioniert, näher bringt. Die drei Swarm-Satelliten messen die magnetischen Signale die von Kern, Mantel, Kruste der Erde und Ozeane, sowie der Ionosphäre und der Magnetosphäre stammen.

Durch die Analyse der beobachteten Bereiche, wird diese Mission uns neue Einblicke in die natürlichen Prozesse geben, die tief im Inneren des Planeten sowie beim Weltraumwetter durch die Sonnenaktivität hervorgerufen werden. Im Gegenzug werden diese Informationen uns helfen zu verstehen, warum das Magnetfeld schwächer wird. Außerdem erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über die Auswirkungen des Schutzschildes auf unser Klima. Aber nicht nur die Wissenschaft könnten von der Mission profitieren, so könnte man in Zukunft die Messdaten für die Erdbebenforschung nutzen, um Erdbeben besser vorherzusagen.

Den Start der Mission kann morgen 22.11.2013 ab 11:45 MEZ  im ESA-Livestream online mitverfolgt werden —> https://spaceinvideos.esa.int/esalive

Das folgende Special bietet weitere Informationen zum Magnetfeld der Erde und seine Erkundung durch die Swarm-Satelliten:

  1. Das Erdmagnetfeld: Ein riesiger Dynamo
  2. Umpolung des Magnetfeldes
  3. Expeditionen ins Erdinnere und in den Weltraum
  4. Angriff auf die irdische Infrastruktur
  5. Die Satelliten und ihre Flugbahnen
  6. Die Instrumente
  7. Fakten zur Mission

 

Über Dominik

Mein Name ist Dominik, ich bin 28 Jahre alt und Gründer des Weblogs "Sonnen-Sturm.info". Die Astronomie sowie die Beobachtung der Sonnenaktivität ist ein langjähriges Hobby von mir. Mit diesem Weblog möchte ich euch an meinem Hobby teilhaben lassen und hoffe so, einige für die Astronomie begeistern zu können!

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Ein Kommentar

  1. sorry mir gruselt, wenn ich an die Dinger denke,
    was ist wenn die auch magnetfelder senden?

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