Weltraumwetter

Funkwetter am 09. Mai 2015

Geschätzte Lesedauer: 3 minuten

Funkwetter am Samstag, den 09.05.2015

Pünktlich zum Samstagabend hat sich nun wieder das Band geöffnet. Es sind wieder, vor allem auf den 10, 11, 12 Meter Band, weite Verbindungen möglich. Es ist auch abhängig von den Wetter.

Es ist die Möglichkeit gegeben, dass man bis spät in die Nacht echt gute Verbindungen erreicht werden können.

Hier dazu noch die aktuellen Tabellen dazu:

 

Aktuelle Funkwetterlage. Quelle: https://dl9zea.darc.de/
Aktuelle Funkwetterlage. Quelle: https://dl9zea.darc.de/

 

solar101vhf (1)

 

Erklärung der Begriffe:

 

SFI- Solarer Flux Index

Der SFI ist ein maß für die Aktivität der Sonne. Es wird die Energie die von der Sonne ausgesandte Radiostrahlung gemessen (Wellenlänge 10,7 cm oder 2,695 GHz) und rechnet sie in Flux Einheiten (SFU) um.In der Zeit des Sonnenfleckenminimums werden Fluxwerte um 70 Einheiten, im Sonnenfleckenmaximum über 200 Einheiten. Der solare Flux und die Sonnenflecken Relativzahl hängen eng miteinander zusammen. Der K-Index und der solare Flux sind die wichtigsten Beurteilungsgrößen für DX  Ausbreitungsbedingungen.

Bei zunehmender Sonnenaktivität verbessern sich die Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle. Je höher die Werte des solaren Fluxes, desto besser reflektiert die Ionosphäre die Signale. Bei Anhaltenden Fluxwerten von über 100 Km kann man eine Öffnung der Höheren Kurzwellenbändern erwarten.

 

SN Sunspot Number – Sonnenflecken Relativzahl

 

Die Häufigkeit von Sonnenflecken wird durch die Sonnenflecken Relativzahl(in Deutschland „R“) erfasst. Sonnenflecken treten meist in Gruppen aber auch vereinzelt auf.

Zuerst werden die Gruppen (G) von Sonnenflecken, die auf der Sonne zu sehen sind. Dann nochmals alle Flecken (E), auch wenn sie einzeln sind, bzw. schon in einer gezählten Gruppe enthalten sind.Dann nimmt man die Anzahl der Einzelflecken (Zahl E) und addiert dazu das Zehnfache der Anzahl der Gruppen (Zahl G) und erhält daraus die Sonnenflecken Relativzahl. Heutzutage wird nicht mehr gezählt, sondern der solare Flux gemessen. Je höher die Sonnenflecken Relativzahl, desto besser der Zustand der Ionosphäre für DX- Verbindungen!!

 

K-Index -geomagnetischer Index

Der K-Index beschreibt die aktuelle magnetische Aktivität des Erdmagnetfeldes am beobachtungsort (Tromsö, Norwegen) in der Einheit nanoTesla (nT) an. Alle drei stunden wird die Abweichung vom „Ruhewert“ gemessen, dabei wird die größte Abweichung bestimmt. Aus den K- Werten von 11 Observatorien auf der Nordhalbkugel und 2 Observatorien auf der Südhalbkugel wird der planetare K- Index Kp gebildet. Der K-Index ist neben dem solaren Flux, der zur Beurteilung der aktuellen Bedingungen, der wichtigste Wert. Dem K-Index werden Ziffern von 0 bis 9 zugeordnet. Ein K-Index von 0 weist auf ein äußerst ruhiges Erdmagnetfeld hin – ein K-Inex von >5 weißt auf ein stark gestörtes Feld hin ( ein sogenannter Magnetsturm)

Für gute DX-Möglichkeiten sollte der K Index auf 0..1 liegen.

 

Flares

Flares sind Ereignisse, bei denen an der Sonnenoberfläche gewaltige Energien freigesetzt werden. Diese können wenige Minuten bis zu einer Stunde andauern. Von der Erde sind sie als Bereiche großer Helligkeit und als Quelle starker Strahlung zu beobachten. Doch nur die Flares  auf der westlichen Hälfte der Sonnenscheibe können ggf. den Weg entlang der bogenförmigen Sonnen-Magnetfeldlinien zur Erde finden und dort das Funkwetter beeinflussen. Die meisten Flares (Koronale Flares) sind nicht im Licht erkennbar (Röntgenstrahlung)

Unterschieden wird es in den Klassen: A,B,C,M und X Flare. (A Flare –> sehr schwach, X Flare –>sehr Stark.)

 

Die Anzahl und Stärke der Flares beeinträchtigen die Ausbreitungsbedingungen negativ, da es vermehrt zu Störungen kommt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"