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Mega-Sonnensturm: Schäden in Milliardenhöhe erwartet

Magnetischer Sturm und die Störung des Energienetzes - futuristische Darstellung
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Mega Sonnensturm könnte vierzig Milliarden Dollar pro Tag kosten

 

Auf der Sonne gibt es immer wieder gewaltige Ausbrüche bei denen sehr viel Materie und gefährliche Strahlung mit einer hohen Geschwindigkeit ins Weltall geschleudert wird. Ist die Erde zufällig in der Flugbahn eines solchen Sonnensturms, könnte dies enorme Schäden verursachen.

Erstmals hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Amerikanischen Geophysikalischen Union versucht nicht nur die kosten abzuschätzen welche alleine den USA entstünden wenn nach einem Sonnensturm das Stromnetz zusammenbräche, sondern berechnen auch die Folgekosten die in anderen Ländern entstehen. Hierzu wurde der Produktionsausfall und Export von Rohstoffen mit einbezogen.

Laut der Studie führt dies, je nach Größe der betroffenen Bereiche, zu Kosten von bis zu vierzig Milliarden Dollar – pro Tag! Diese Schätzung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da umstritten ist, ob nach einem solchen Super-Sonnensturm die Stromnetze nur temporär ausfallen oder ob eine Reparatur von Leitungen und Kraftwerken Monate dauert.

Sicher ist jedoch, dass ein solches Szenario keineswegs unwirklich ist. So hat z.b. 1989 ein Sonnensturm die Stromversorgung in Quebec für ganze neun Stunden lahmgelegt. 1859 hat das berühmte Carrington-Ereignis Telegrafenleitungen durchschmoren lassen. Ein solcher Sonnensturm hätte heute fatale Folgen für unsere industrialisierte Welt.

Sind wir einem Mega-Sonnensturm schutzlos ausgeliefert?

Carrington
Der Satellit ACE befindet sich im Equillibrium-Punkt zwischen Erde und Sonne etwa 150 Millionen km von der Sonne entfernt und ca. 1,5 km von der Erde entfernt.

Die NASA und andere Weltraumorganisationen haben heute zahlreiche Observatorien im Weltraum stationiert, dessen Aufgabe es u.a. ist, die Sonne im Blick zu behalten. Einer der wichtigste Frühwarnsysteme ist der Advanced Composition Explorer (ACE). Der 1997 gestartete Satellit kreist in einer strategisch günstigen Entfernung von 1,5 Millionen Kilometern zwischen der Sonne und Erde. Sollte ein koronaler Massenauswurf von der Sonne in Richtung Erde unterwegs sein, so würden die Messinstrumente am ACE dies verzeichnen. Passiert ein koronaler Massenauswurf die ACE-Sonde, so bleiben in der Regel knapp 30 Minuten bis zum Aufprall der Teilchenwolke auf das Erdmagnetfeld, Vor allem Satellitenbetreiber sind auf die Weltraumwetter-Vorhersagen angewiesen, aber auch die NASA selbst reagiert, um beispielsweise Raumsonden teilweise oder sogar ganz abzuschalten, damit die sensiblen Teile nicht ins Visier der Teilchen und Strahlenwolke geraten.

, testen den soeben in Großbritannien von Airbus fertig gestellten „Solar Orbiter“ vor dem für 2020 geplanten Start.

Die ESA-Sonde „Solar Orbiter“ soll Sonnenstürme erforschen Foto: ESA
Die ESA-Sonde „Solar Orbiter“ soll Sonnenstürme erforschen
Foto: ESA

Erneutes Carrington-Ereignis wäre fatal

Würden sich heute ein Sonnensturm wie der des Carrington-Events ereignen, so gäbe es nach Einschätzung von Experten kaum etwas, was unsere empfindlichen Satelliten schützen könnte. Eine Studie zeigt, dass in einem solchen Fall die Kosten vermutlich bei 30 bis 70 Milliarden Dollar liegen würden. Die elektrischen Entladungen könnten hochempfindliche Teile der Satelliten einfach durchbrennen lassen; Die Folge wäre ein Ausfall der Kommunikationssatelliten. Ein solcher Super-Sonnensturm ist zum Glück nur sehr selten. Wissenschaftler haben,unter anderem anhand von Eisbohrkernen herausgefunden, dass das Carrington-Event vermutlich sogar das Größte der letzten 500 Jahre war. Man schätzt, dass sich ein solcher Super-Sonnensturm nur ein bis zwei mal pro Jahrtausend ereignet.

Ein Ereignis welches sich im Juli 2012 ereignet hat zeigt jedoch , dass es jederzeit zu einem größeren Sonnensturm kommen kann;

Die Erde ist im Juli 2012 einem Treffer durch eine gewaltige Eruption von der Sonne entgangen. Eine jetzt vorgestellte Analyse ergab, dass der damalige koronale Massenauswurf bei einem Treffer zu einem der größten geomagnetischen Stürme und damit zu beträchtlichen Schäden hätte führen können. Die Eruption hätte sich nur neun Tage früher ereignen müssen. Quelle: astronews.com

Links:

Bericht über die möglichen Schäden eines Sonnensturms

Informationen über das aktuelle Weltraumwetter

Über Dominik

Mein Name ist Dominik Zgrzendek, ich bin 29 Jahre alt und Gründer des Weblogs "Sonnen-Sturm.info". Die Astronomie sowie die Beobachtung der Sonne ist ein langjähriges Hobby von mir. Mit diesem Weblog möchte ich euch an meinem Hobby teilhaben lassen und hoffe so, einige für die Astronomie begeistern zu können!

2 Kommentare

  1. Hallo Dominik,
    deine Recherchen zum Thema Sonnensturm sind sehr gut. Ich vermute stark, dass bald was „grösseres“ auf die Erde zukommen wird, ausgehend von tektonischen Verschiebungen der Erdkruste. Wir haben aktuell 7,5 Millard. Menschen, die kapazitätsgrenzen unserer Welt sind errreicht ( siehe knapper werdende Rohstoffe )
    Wenn nun ein Sonnensturm das Ganze verstärkt, dann haben wir den „Super GAU“.
    Beruflich bin ich im Thema Energie und Umwelt unterwegs, priv. bin ich schon lange Hobby Astronom.
    Lass uns einfach Contact halten.

  2. Hallo Dominik,

    ich habe neulich ein interessantes Buch von Robert M. Schoch gelesen.
    Es heißt DIE VERGESSENE ZIVILISATION.
    In diesem Buch wird geschildert, dass nicht nur große Sonneneruptionen sondern noch viel mehr die galaktischen Superwellen zu großen Massensterben der früheren Zivilisationen führte.
    Damals gab es zwar noch keine Elektronik, die dadurch Schaden genommen hätte, jedoch die Folgen der Gravitationswellen, Protonen und Elektronenschauer können gigantische elektrische Ströme in der Erdkruste verursachen und zur Destabilisierung des statischen Gleichgewichts führen, was sich wiederum in Erdbeben und verstärktem Vulkanismus offenbart. Wanjek und Kazan haben festgestellt, dass am 26.12.2004 die Erde von einer Gravitationswelle getroffen wurde und knapp einen Tag später vom etwas langsameren Gammastrahlenblitz eines 50.000 Lj. entfernten Neutronensterns.Die Gravitationswelle wird für das Seebeben vor der Westküste von Sumatra verantwortlich gemacht, dem anschließend der riesige Tsunami folgte.
    Ich denke, dass Höhlen im Fels zu früheren Zeiten der einzige halbwegs sichere Platz war um tödlichen Strahlen und der sengenden Hitze zu entgehen.
    Es gibt viele Höhlen und sehr alte Burgruinen ( z.B. in Schottland) deren Eingänge und ganze Mauern komplett angeschmolzen und wie verglast sind. Die Experten orakeln noch heute, wie das wohl zustande kommt.
    Sie sind eben zu kurzsichtig und unwissend und denken nicht komplex genug.

    Ich selbst war auch einige Jahre lang „Sternegucker“ mit meinen alten Meade LX10.
    Heute versuche ich mehr theoretisch mir ein Bild der Vergangenheit zu machen.
    Es muss ja einen gewichtigen Grund geben, warum Atlantis und Lemuria und alle Völker dieser Zeiten
    wieder verschwunden sind.
    Natürlich könnte es uns über Nacht genau so ergehen und die wenigen, die übrig bleiben, fallen wieder zurück
    in eine tiefe Unkenntnis allen Wissens.

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