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Umpolung der Sonne abgeschlossen!

Vollständige Umpolung der Sonne hat sich bereits im September vollzogen.

Der auffällige Anstieg der Sonnenfleckenanzahl in den letzten 2 Monaten deutete bereits auf eine magnetische Veränderung der Sonne hin. Der innere magnetische Dynamo der Sonne hat sich nun vollständig re-organisiert und markiert damit den Höhepunkt des ~11jährigen Sonnenzyklus. 

Im Sonneninnern bildet das Plasma den „solaren Dynamo“. Es handelt sich dabei um eine rund 61.000 Kilometer dicke Gasschicht, die im Sonneninnern in 216.000 Kilometer Tiefe rotiert. Sie ändert fortlaufend ihre Umdrehungsrate, was zu Turbulenzen und chaotischen Strömungen führt. Der Dynamo erzeugt das solare Magnetfeld, das seinerseits die auf der Sonne sichtbaren Phänomene wie Sonnenflecken oder Protuberanzen hervorruft. In den Flecken kühlt sich die Materie von der normalen Oberflächentemperatur von 5500 Grad Celsius auf 3000 Grad ab (deshalb erscheinen sie dunkel). Die feurigen Bögen der Protuberanzen stehen oft monatelang mehr als 100 000 Kilometer über der Sonne.

Aufbau der Sonne , Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
Aufbau der Sonne , Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

Zudem weist unser Zentralgestirn eine „differenzielle Rotation“ auf: Es dreht sich am Äquator schneller als an den Polen. Durch diese turbulenten Prozesse bildet sich auf unserem Zentralgestirn keine reine Dipol-Struktur wie beim Stabmagneten aus, sondern es entstehen viele magnetische Pole. „Sie überlagern den Dipol. Dieser sinkt im Verlauf des Sonnenzyklus in sich zusammen und wechselt das Vorzeichen. Die anderen Multipol-Elemente bleiben aber, wie sie waren, und sie können sich verstärken oder abschwächen“, erklärt der Physiker Bernd Inhester vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPIS) im niedersächsischen Katlenburg-Lindau. „Ab einem gewissen Zeitpunkt versinkt der Dipol sozusagen im Sumpf der anderen Elemente, bis er auf der anderen Seite wieder auftaucht.“

 Sonnenfleckenzyklus: Verzerrte Magnetfeldlinien werden als Schleifen durch die Sonnenoberfläche gedrückt
Sonnenfleckenzyklus: Verzerrte Magnetfeldlinien werden als Schleifen durch die Sonnenoberfläche gedrückt . Bildquelle: Uni-Göttingen

 

Ist die Polumkehr der Sonne gefährlich für uns?

Weltuntergangspropheten wird es nicht gefallen aber die Umpolung der Sonne hat keine Auswirkungen auf den Menschen. Das Kosmische Phänomen spielt sich in einem etwa 11-jährigen Rhythmus immer wieder ab – mal stärker und mal schwächer.

Einige Forscher erwarten 2014 ein weiteres Maximum der Sonnenaktivität

Die letzten beiden Sonnenzyklen, um 1989 (22.) und 2001 (23.) , hatten nicht eine, sondern zwei Höhepunkte: Einige NASA Wissenschaftler gingen bereits vor Monaten von einem weiteren „Doppelspitzenzyklus“ aus. Die Sonnenaktivität stiegt, fällt ab und steigt dann wieder an. Dieser Mini-Zyklus findet in einem Zeitraum von ca 2 Jahren statt.

Das gleiche könnte uns jetzt wieder passieren. Die Sonnenfleckenzahl sprang im Jahr 2011 hoch und fiel 2012 wieder ab. Aktuell beobachten wir einen erneuten Anstieg der Sonnenfleckenzahl was bedeuten kann, dass wir möglicherweise kurz vor einem 2. kleinen „Sonnenmaximum“ stehen. Dennoch ist das aktuelle Sonnenmaximum sehr schwach, im Vergleich zu den vorherigen Zyklen.

Sonnenzyklus
Verlauf der Zyklen 23 und 24

Über Dominik

Mein Name ist Dominik, ich bin 28 Jahre alt und Gründer des Weblogs "Sonnen-Sturm.info". Die Astronomie sowie die Beobachtung der Sonnenaktivität ist ein langjähriges Hobby von mir. Mit diesem Weblog möchte ich euch an meinem Hobby teilhaben lassen und hoffe so, einige für die Astronomie begeistern zu können!

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2 Kommentare

  1. Der Polaritätswechsel der Sonne ist bereits vollzogen.

    Daten dazu finden Sie u.a. hier
    http://wso.stanford.edu/gifs/Polar.gif
    http://www.solen.info/solar/polarfields/polar.html

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