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5 X-Klasse Sonneneruptionen aber nicht ein Massenauswurf

Sonnenfleck feuert starke Sonneneruptionen

Die Aktive Region 2192 erzeugte nun schon den 5. Flare der Klasse X – der höchsten Kategorie auf der Skala für Solare Flares. Die Region befindet sich in einer nahezu perfekten Position um Plasmawolken, sogenannte koronale Massenauswürfe, in Richtung Erde zu schleudern. Diese koronalen Massenauswürfe können, sofern Sie auf das irdische Magnetfeld treffen, Polarlichter bis in die mittleren Breiten auslösen. Doch bisher konnte kein Massenauswurf nach den starken Flares beobachtet werden.

Zahlreiche Sonneneruptionen hatte diese Region in den letzten Tagen verursacht, unter ihnen auch einige Eruptionen die so viel Energie freisetzten, wie zuletzt der X10-Megaflare vom 29.10.2003. Der stärkste Flare in dieser Woche ereignete sich am Freitag gegen 23 Uhr und erreichte in der Spitze einen Wert von X 3.19, dabei hielt sich der Röntgenfluss über eine Stunde im X-Klasse Bereich auf.

Sichtbare Sonnenflecken am 26 Oktober 2014
Sichtbare Sonnenflecken am 26 Oktober 2014

Um die Größe der Sonnenfleckengruppe einmal zu verdeutlichen; Die Region hat die ungefähre Größe des Jupiters, dies entspricht ca. dem 14 fachen Durchmesser der Erde !

Heute morgen dann die 5. X-Klasse Eruption aus der noch immer magnetisch instabilen und aktiven Region 2192, der Flare erreichte mit einen Wert von X 2.0 seinen Höhepunkt gegen 12 Uhr.

Die bisherigen Sonneneruptionen erzeugten keine koronalen Massenauswürfe, und auch die Auswirkungen auf der Erde hielten sich in Grenzen. Lediglich einige Funkausfälle waren zu verzeichnen, die durch Ionisationsprozesse in der oberen Atmosphäre hervorgerufen wurden. Der Grund, wieso sich bei den Sonneneruptionen keine koronalen Massenauswürfe lösten liegt vermutlich in der starken Magnetischen Aktivität, welche die Gruppe umgibt und das Sonnenplasma nicht entweichen lässt.

Polarlicht Jäger sollten die Hoffnung aber noch nicht aufgeben! Noch ca 2 Tage befindet sich die Aktive Region in einem Fenster, indem Eruptionen in Richtung Erde möglich sind. Die Wahrscheinlichkeit weitere Solarer Flares der X-Klasse liegt in den nächsten 3 Tagen bei etwa 40-50 %, für M-Klasse Flares deutlich über 80%.

 

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Über Dominik

Mein Name ist Dominik, ich bin 28 Jahre alt und Gründer des Weblogs "Sonnen-Sturm.info". Die Astronomie sowie die Beobachtung der Sonnenaktivität ist ein langjähriges Hobby von mir. Mit diesem Weblog möchte ich euch an meinem Hobby teilhaben lassen und hoffe so, einige für die Astronomie begeistern zu können!

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14 Kommentare

  1. Bin mir nicht sicher ob das mit dem Sonnensturm zusammen hängt, aber habe sowas noch nie erlebt: heute nacht zwischen 4:00Uhr und 4:30Uhr ging der Alarm an meinem Geigerzähler los. Wenn ich mich richtig erinnere ging es bis über etwas 0.4 Microsievert/h. Normalerweise Messe ich zwischen 0.08 und max 0.11 Microsiviert/h. Naja, habe das zum ersten mal erlebt, darum wusste ich erstmal garnicht was da die ganze Zeit was da piept. Der Alarm wurde mehrmals ausgelöst. Die Microsievert schwankten auch sehr stark, mal gingen sie runter auf 0.15 dann wieder rauf. Das ganze für etwa 5-8 minuten schätze ich. Falls es mit dem Sonnensturm zutun hat, ist interessant, dass die Sonne zu der Zeit nichtmal sichtbar war.

    • Es gab in der Nacht jedoch keinen Sonnensturm, die Solare Röntgenstrahlung war erhöht aber diese Strahlung wird vollständig von der Atmosphäre absorbiert und gelangt nicht auf den Erdboden. Die Ursache muss also lokale Gründe haben. Es gibt z.b.Schwankungen in der natürlichen Radioaktivität, ob dies jedoch so auftreten kann wie beschrieben,weiß ich nicht. Das Radioaktivitätsmessnetz des Bundesamtes für Strahlenschutz liefert eine Karte. Evt mal hier schauen, ob es in der Nähe einen Messpunkt gibt und ob es dort zu ähnlichen Schwankungen gekommen ist.

      • Danke für den Tipp mit der Karte für Strahlenschutz. Die kannte ich noch garnicht. Sehr merkwürdig, dass der radioaktive Ausschlag dort nicht vorhanden ist. Ich habe den Geigerzähler schon seit Monaten – wenn nicht sogar schon ein Jahr – und habe soetwas noch nie erlebt. Soweit ich sehen kann muss es ein Defekt am Geigerzähler sein, obwohl er wie immer arbeitet und ganz normale Messwerte liefert, ohne dass ich ihn neugestartet habe :S Noch eine Erklärung die mir einfällt, ist dass der Ausschlag nur kurz und sehr schwankend war. So dass der Wert ingesammt für die Dauer einer Stunde nicht auffällig ist. Darum wird auf der Karte vom Bundesamt der Ausschlag auch nicht sichtbar sein, selbst wenn es kein Fehler meines Meßgeräts war. Schade das es nicht die Sonneneruption war, sonst hätte ich die Erklärung dafür 🙂

        • Meint ihr der Sonnenfleck übersteht eine Umrundung? Wann wäre er denn dann wieder in Richtung ausgerichtet?

          • In ca. 25 – 28 Tagen sollte er wieder auf „erdgerichteter“ Position sein, sofern er die Umrundung der Sonne übersteht.

          • ne das wird nix, denk mal heut oder morgen geht der fleck hoch. man sieht schon wie sich magma an den feldlinien ausbreitet.

          • kannst mir mal verraten wie du auf 28 tage kommst?
            die erde braucht doch 1 jahr um die sonne und nicht 1 monat….

          • Die Sonne rotiert um ihre eigene Achse. Sei weist jedoch eine Differentielle Rotation auf, d.h. die Umlaufperiode von Sonnenflecken in der Äquatorregion beträgt etwa 24 Tage, von jenen in höheren Breiten etwa 31 Tage.

          • vielen lieben dank 😉

  2. 30.10.2014. ca. 10:40 Polarlicht grün/rot Hamburg west ca. 2 Minuten. Der blaue Himmel riss auf und zeigte diese Erscheinung

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