Starker geomagnetischer Sturm (G3) erwartet 09.12-10.12.2025

Polarlichter bis Mitteldeutschland möglich

Geschätzte Lesedauer: 2 minuten

Die US-Wetterbehörde NOAA Space Weather Prediction Center (SWPC) hat für den heutigen 9. Dezember 2025 eine starke geomagnetische Sturm Warnung der Stufe G3 veröffentlicht. Grund ist ein vollständiger Halo-Koronaler Massenauswurf, der am 6. Dezember 2025 um 20:39 UTC zusammen mit einem M8.1-Flare aus der aktiven Sonnenfleckenregion 4299 ausgestoßen wurde.

Der Sonnensturm wird voraussichtlich in den Vormittags- bis frühen Mittagsstunden (MEZ) die Erde erreichen und kann zeitweise zu geomagnetischen Stürmen der Kategorie G3 (stark) führen. In Spitzenphasen sind kurzzeitig auch Werte bis G4 nicht ausgeschlossen.

Aktuelle Lage (Stand 9. Dezember 2025, 07:45)

Mögliche Auswirkungen

Polarlicht-Aussichten

Bei einem anhaltenden G3-Sturm besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Polarlichter in der kommenden Nacht (9./10. Dezember) deutlich südlicher als üblich sichtbar werden. Realistische Sichtbarkeitsgrenze: Norddeutschland, Niederlande, Polen, Tschechien und Südschweden. Bei günstigen Bedingungen und sehr aktiven Phasen können Aurora-Bögen sogar bis nach Mittel- und Süddeutschland, Österreich und in die Schweiz reichen. Derzeit sieht der Wetterbericht jedoch nicht so aus, als könnte man überhaupt mit freier Sicht ab dem Abend rechnen.

Dieser geomagnetische Sturm ist die direkte Fortsetzung der hochaktiven Phase, die bereits im Beitrag vom 8. Dezember 2025 („Starker Sonnensturm erwartet“, https://sonnen-sturm.info/aktuelles-weltraumwetter-starker-sonnensturm-erwartet-7441) beschrieben wurde. Die dort angekündigten weiteren Flares haben sich inzwischen bestätigt, wenn auch nur einige C & M-Klasse Flares dabei waren.

Die Entwicklung wird laufend beobachtet. Weitere Updates folgen auf Sonnen-Sturm.info, Facebook sowie auf den offiziellen Kanälen der NOAA und ESA Space Weather Service.

Infobox:

Geomagnetische Unwetterwarnungen beziehen sich auf Störungen der Erdmagnetosphäre durch Sonnenwinde (koronale Massenauswürfe), die technische Systeme wie Satelliten, GPS, Stromnetze und Funkkommunikation beeinträchtigen können, aber auch spektakuläre Polarlichter in niedrigeren Breiten verursachen. Warnungen werden basierend auf Indizes wie dem Kp-Index (G1-G5 Skala) und Dst-Index herausgegeben, wobei starke Stürme (G4/G5) das größte Risiko für Infrastruktur darstellen. Organisationen wie die NOAA und spezialisierte Weltraumwetter-Seiten überwachen die Sonnenaktivität, um Vorhersagen zu treffen, und Behörden geben Warnungen bei erhöhtem Risiko für Funkstörungen oder Stromausfälle aus.

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