Live Satellitenbilder von der Sonne
Satellitenbilder der Sonne
Aktuelle Aufnahmen der Sonne
Hier siehst du, wie unruhig die Sonne gerade ist: Zahlen oben, frische Satellitenbilder darunter. Tippe ein Bild, wenn du es größer willst. Stand –.
Ein schönes Bild heißt nicht automatisch Polarlicht in Deutschland. Dafür brauchst du später Sonnenwind, Kp und Bz. Die Vorhersage: Polarlicht für Deutschland.
Zuerst den Röntgenwert und das sichtbare Bild. Wird es in den UV-Aufnahmen plötzlich hell, gibt es einen Ausbruch. Ein heller Fächer neben der abgedunkelten Sonne kann eine Wolke sein, die ein bis drei Tage später die Erde erreicht.
Röntgen jetzt
–
A ruhig, C Alltag, M mittel, X stark.
Maximum 24h
–
Stärkster Ausbruch seit Mitternacht UTC.
Aktive Regionen
–
Zählbare Fleckengruppen auf der Scheibe.
Flecken
–
Wolf-Zahl, grob die Unruhe der Photosphäre.
F10.7 Radio
–
Zyklus, nicht die nächste Nacht.
Chance C
–
C-Flare in den nächsten 24 Stunden.
Chance M
–
Mittlerer Flare möglich.
Chance X
–
Starker Flare. Selten, dann Funk und Protonen.
Die Sonnenscheibe jetzt
Der Satellit SDO fotografiert die Sonne durch verschiedene Filter. Jeder Filter zeigt eine andere Schicht, von den Flecken bis zur heißen Korona.

Sichtbare Sonnenscheibe
So wirkt die Scheibe ohne Spezialfarbe. Dunkle Flecken sind kühler und magnetisch stark. Viele große Flecken heißen: die Sonne ist unruhig.
Nutzen
So liegt die Sonne mit ihren Flecken, aufgenommen ohne den grellen Rest der Korona.
Auswirkungen
Viele große Flecken heißen: die Sonne ist aktiv. Ein Flare oder eine Wolke zur Erde folgt daraus nicht. Niemals mit dem Auge in die Sonne schauen.
Details
Dunkle Flecken sind kühler, weil das Magnetfeld dort den Wärmenachschub bremst.
Verlauf
Letzte Aufnahme des Kanals, der die Oberfläche zeigt.
Daten
SDO, NASA.

Magnetfeld auf der Oberfläche
Schwarz und Weiß sind entgegengesetzte Pole. Wo sie nah beieinanderliegen, knallt es öfter.
Nutzen
Helle und dunkle Flächen sind die beiden Pole des Magnetfelds.
Auswirkungen
Liegen die Pole in einer Fleckengruppe dicht beieinander, sind starke Flares wahrscheinlicher.
Details
Die Flächen zeigen nur die Richtung, nicht die Feldstärke in der Korona.
Verlauf
Letzte Magnetfeldaufnahme des Tages.
Daten
SDO/HMI, NASA.

Ruhige Korona, 171 Ångström
Feine Bögen, oft schön anzusehen. Ein ruhiges Bild heißt nicht, dass nichts passieren kann, aber es explodiert hier selten sofort.
Nutzen
Das Bild zeigt die langen Bögen der ruhigen, heißen Atmosphäre.
Auswirkungen
Gleichmäßige Bögen heißen: das Magnetfeld ist geschlossen und das Gas hängt fest. Große Ausbrüche sieht man hier selten zuerst.
Details
Etwa 600.000 Grad.
Verlauf
Letzte Aufnahme dieses Kanals.
Daten
SDO, NASA.

Aktive Korona, 193 Ångström
Heller und unruhiger. Dunkle Bahnen können Löcher in der Korona sein. Dort entweicht oft schneller Sonnenwind.
Nutzen
Helle Flächen sind die aktiven Gebiete. Dunkle Bahnen können Löcher in der Korona sein.
Auswirkungen
Aus so einem Loch strömt oft schneller Sonnenwind. Der erreicht die Erde nach etwa zwei bis vier Tagen.
Details
Etwa 1,2 Millionen Grad. Die dunklen Flächen sind dünneres Gas, keine Flecken.
Verlauf
Letzte Aufnahme dieses Kanals.
Daten
SDO, NASA.

Protuberanzen, 304 Ångström
Schlaufen am Rand und dunkle Fäden auf der Scheibe. Wird so eine Struktur hell und reißt ab, hebt Material ab.
Nutzen
Am Rand sieht man Bögen, auf der Scheibe dunkle Fäden. Das ist kühleres Gas im Magnetfeld.
Auswirkungen
Steigt so eine Struktur auf, kann eine Teilchenwolke starten. Ob sie zur Erde kommt, zeigen LASCO und das Modell, nicht dieses Bild allein.
Details
Die Fäden sind auf der Scheibe dunkel und am Rand hell.
Verlauf
Letzte Aufnahme dieses Kanals.
Daten
SDO, NASA.

Heiße Flare-Gebiete, 131 Ångström
Ein plötzlicher heller Blitz ist oft der Flare, den die Röntgenzahl oben als C, M oder X anzeigt.
Nutzen
Diese Aufnahme bleibt meist dunkel und leuchtet erst, wenn es richtig heiß wird.
Auswirkungen
Ein heller Kern, der auf den kühleren Bildern fehlt, ist in der Regel ein laufender Flare. Wie stark er den Funk stört, steht im Röntgenfluss.
Details
Die Linie spricht auf Gas über 10 Millionen Grad an.
Verlauf
Letzte Aufnahme dieses Kanals.
Daten
SDO, NASA.
Was die Sonne ins All schickt
Diese Bilder blenden die grelle Scheibe aus oder schauen von einem anderen Satelliten. So siehst du Wolken und Ausbrüche, die von der Erde aus unsichtbar wären.

Innere Korona
Die Scheibe ist abgedeckt. Ein heller Fächer zu einer Seite ist oft eine Wolke, die sich löst.
Nutzen
Die grelle Scheibe ist abgedeckt, sonst wäre die schwache Korona unsichtbar.
Auswirkungen
Ein heller Fächer, der sich vom Rand löst, ist oft eine Teilchenwolke. Ob sie die Erde trifft, steht hier noch nicht fest.
Details
Der Blick reicht bis etwa sechs Sonnenradien.
Verlauf
Fortlaufende Aufnahme von SOHO.
Daten
SOHO/LASCO C2, NASA und ESA.

Äußere Korona
Gleicher Blick, nur weiter draußen. So siehst du, ob die Wolke wirklich abhebt und wohin sie fliegt.
Nutzen
Gleicher Blick, nur weiter von der Sonne weg.
Auswirkungen
So sieht man, ob die Wolke wirklich abhebt. Bleibt die Aufhellung an der Scheibe hängen, ist noch nichts ins All ausgeworfen.
Details
Der Blick reicht bis etwa 30 Sonnenradien.
Verlauf
Fortlaufende Aufnahme von SOHO.
Daten
SOHO/LASCO C3, NASA und ESA.

Protuberanzen, zweite Kamera
Zweite Kamera, falls das erste UV-Bild Lücken hat. Hell heißt: Material in der unteren Atmosphäre ist unruhig.
Nutzen
Dieselbe kühle Schicht wie bei den Bögen am Sonnenrand, aufgenommen von GOES statt von SDO.
Auswirkungen
Helle Bögen sind Gas in der unteren Atmosphäre. Eine Wolke zur Erde ist damit noch nicht bestätigt.
Details
304 Ångström, Helium.
Verlauf
Aktuelle Datei von SUVI.
Daten
GOES/SUVI, NOAA.

Aktive Korona, GOES
Helle Flecken sind aktive Regionen. Dunkle Flächen können Löcher sein, aus denen schneller Wind kommt.
Nutzen
Helle Stellen sind aktive Regionen. Dunkle Flächen können Löcher sein.
Auswirkungen
Aus einem Loch kommt oft schneller Sonnenwind, mit einigen Tagen Laufzeit bis zur Erde.
Details
195 Ångström, vergleichbar mit der SDO-Aufnahme bei 193 Ångström.
Verlauf
Aktuelle Datei von SUVI.
Daten
GOES/SUVI, NOAA.
GOES
Röntgenfluss der letzten 24 Stunden
Protonen ≥10 MeV – · ≥100 MeV – ·
Nutzen
Die Kurve zeigt die Röntgenstrahlung der Sonne. Die farbigen Bänder sind die Klassen A, B, C, M und X.
Auswirkungen
Steigt die Linie ins gelbe oder rote Band, läuft ein Flare. Ab M kann der Kurzwellenfunk auf der Tagseite ausfallen. Polarlicht wird davon nicht sofort hell.
Details
Jede Klasse ist zehnmal stärker als die vorherige. C ist mittel, M stark, X der große Ausbruch.
Verlauf
Fenster: die letzten 24 Stunden.
Daten
GOES-Satelliten, NOAA.
Regionen
Sonnenfleckenregionen
Die Nummern liegen dort, wo die Regionen auf der Sonnenscheibe stehen. Westen ist rechts, Osten links, so wie von der Erde aus. Grün geringe Flarechance, gelb erhöht, rot deutlich.
N oben, S unten, O links, W rechts. Eine Region am Rand steht kurz vor dem Verschwinden oder kommt gerade um die Ecke.
| AR | Lage | Flecken | Fläche | McIntosh | Magnetisch | C/M/X | M-Chance |
|---|
Flares
Flares der letzten 7 Tage
Maximum ist der Peak. Klasse sagt die Stärke. Ein X ohne CME in LASCO bleibt oft nur ein Blitz. Ein M plus C2-Blob kann die Erde treffen.
| Maximum | Klasse | Beginn | Ende |
|---|
Häufige Fragen
- In welcher Reihenfolge soll ich die Bilder lesen?
- Zuerst die Röntgenzahl und das sichtbare Bild, dann das Magnetfeld. Wird es in der sehr heißen Aufnahme hell, gibt es einen Ausbruch. Einen Fächer neben der abgedunkelten Sonne suchst du, wenn du eine Wolke Richtung Erde erwartest.
- Warum sind die Farben so unwirklich?
- Die Filter sind keine RGB-Kamera. Jede Wellenlänge gehört zu einer Temperatur. Die Farbe ist gewählt, damit man Schichten unterscheidet.
- Heißt ein schönes Bild Polarlicht in Deutschland?
- Nein. Bilder zeigen die Sonne. Polarlicht braucht später Sonnenwind, Kp und Bz. Dafür die Seite Weltraumwetter live.
- Wie aktuell sind die Fotos?
- SDO oft wenige Minuten, LASCO und SUVI ebenfalls regelmäßig. Ein Klick öffnet das große Original bei NASA oder NOAA.
NASA SDO · SOHO LASCO · NOAA GOES · Sonnen-Sturm.info