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Sonnensystem

Unser Sonnensystem und seine Planeten

Von seiner Entstehung bis ins heutige Jahrhundert

Unser Weltall, das Sonnensystem, die umliegenden Planeten und all das, was sonst noch so in den Hemisphären herumschwirrt, ist nach wie vor eine Faszination für sich. Immer noch stehen Wissenschaftler und Forscher vor unendlichen Fragezeichen. Immer wieder werden neue Entdeckungen gemacht und täglich liegen neue Behauptungen, Erkenntnisse und Ergebnisse auf dem Tisch. Und auch wenn in diesem Bereich noch längst nicht ausgeforscht ist, so lassen sich viele wissenswerte Dinge über die Entstehung unseres Sonnensystems und der Planeten festhalten.

Was ist das Sonnensystem?

Wir Menschen haben im Laufe der Zeit viele Bezeichnungen ins Leben gerufen, so auch die Begrifflichkeiten „All“, „Universum“ oder „Sonnensystem“. Seit der Mensch denken kann, beobachtet er die Planeten, die sichtbaren Sterne und die Unendlichkeit von der Erde aus. Einige Sterne können sich bewegen und wandern, was ebenfalls schon sehr früh festgestellt wurde. Zwar wusste man nicht, warum sich einige Sterne von A nach B bewegten, fasziniert war man dennoch von diesem Phänomen. Nikolaus Kopernikus, ein Mann der vor rund 500 Jahren lebte, löste schließlich das Rätsel um die wandernden Sterne. Er beschrieb die Sterne erstmals als fremde Planeten, welche allesamt in einem bestimmten Abstand um die Sonne kreisten.

Was man nicht weiß, ist, wie viele Planeten im Universum existieren. Dies ist auch kaum vorstellbar, denn man geht davon aus, dass das Universum unendlich groß ist. Vorzustellen ist es als schwarze Masse, überall gibt es fremde Planeten und vermutlich andere Dinge. Ob es irgendwo sonst noch ein Leben gibt, welches dem auf der Erde gleichzusetzen ist, ist immer noch eine ungeklärte Frage. Eine Frage, die wohl auch nicht beantwortet werden wird, denn wer kann schon die Unendlichkeit fertig erforschen? Bekannt sind deshalb ganze acht Planeten, (Pluto wurde vor kurzem als Planet aberkannt) welche auch entsprechend im Schulunterricht gelehrt werden. Sie stehen alle in unterschiedlich großem Abstand zur Sonne.

M-V-E-M-J-S-U-N – Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel

Sonnensystem
Abbildung zeigt Planeten um Sonne Sonnensystem

Kommt Ihnen dieser Lehrsatz bekannt vor? Mit seiner Hilfe ist es einfacher, sich die richtige Reihenfolge der Planeten zu merken. Merkur ist der Planet, der am nächsten um die Sonne kreist, es folgen die Venus, die Erde, der Mars. Diese vier Planeten werden auch als die vier inneren Planeten bezeichnet. Sie befinden sich recht nah an der Sonne und besitzen eine raue, gesteinsartige Oberfläche. Sprechen wir von „nah“, so meinen wir einen Abstand um die hundert Millionen Kilometer.

Mit einem etwas größeren Abstand von rund 4,5 Milliarden Kilometern von der Sonne gemessen, befinden sich die äußeren Planeten. Genannt Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sie bestehen aus einem Wasserstoff-Helium-Gemisch, also einem Gas. Auch sind sie bei weitem größer als die Planeten des inneren Kreises. Der Jupiter und der Saturn sind sogar richtige Riesen, da sie in etwa 10 Mal so groß sind, wie die Erde.

Was sonst noch im Universum herumfliegt

Selbstverständlich gibt es noch unzählige weitere Dinge, die sich im Universum befinden und in der Hemisphäre herumschwirren. Kometen, Staubwolken oder Asteroiden kreisen ebenfalls um die Sonne. Der Grund weswegen sie sich ebenfalls um die Sonne bewegen und nicht irgendwo im Weltall verschwinden ist die Anziehungskraft der Sonne. Sie hält so ziemlich alles zusammen, was eben genannt wurde. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen. Vorstellbar ist es wie eine Leine, an der die Planeten festgemacht sind.

Dieses Konstrukt aus Planeten und der Sonne nennt sich Sonnensystem. Nicht zu vergessen sind dabei die Monde, welche allerdings nicht von der Sonne angezogen werden, sondern von den Planeten.

Wozu benötigt die Sonne Planeten?

Planeten, die Sonne, der Mond und alle anderen Himmelskörper existieren wie selbstverständlich und sind kaum wegzudenken. Doch warum gibt es sie überhaupt, die Planeten, und braucht die Sonne diese überhaupt? Um dies zu verstehen, müssen wir uns die Entstehung der Sonne ansehen. Und zwar aus dem Blickwinkel der Evolutionstheorie. Sicherlich werden an dieser Stelle Gottgläubige protestieren und sagen, dass Gott der Schöpfer des Sonnensystems und dem Leben auf der Erde sei. Fakt ist auch, dass sich diese beiden Theorien seit Menschengedenken gegenüberstehen. Und weil man nicht eine der beiden Aussagen als Wahr festmachen kann, sind und bleiben es Theorien. Wie wir wissen, basieren Theorien auf Annahmen. Hätte, wäre und könnte sind hier die festmachenden Kriterien.

Laut Evolutionstheorie bildete sich vor geraumer Zeit eine große Wolke aus Staub und Gas. Sie zog sich durch eine eigens vorhandene Schwerkraft zusammen und entwickelte sich zu einem Stern. Rund ein Prozent des Staub-Gas-Materials verblieb um den gebildeten Stern. Als dieser Stern zu strahlen begann, wurde die restliche Materie auseinandergedrückt. Die etwas leichteren Gase wurden weit nach außen gedrückt, die schwereren blieben in der Nähe der Sonne. Soll heißen, dass unsere Planeten nichts anderes darstellen, als Staubgemische. Aus diesem Grund gibt es die Gasplaneten und die Steinplaneten, zu Letzterem zählt auch die Erde. Die Schwerkraft der Sonne hält sie alle beieinander.

Die Rolle von Galileo Galilei

Nicolaus Kopernikus war Wissenschaftler und der erste Mensch, der die Theorie aufstellte, dass sich die Erde um die Sonne drehte. Mit ihr natürlich auch alle anderen Planeten. Er stellte die Sonne als Mittelpunkt aller Dinge auf und beschrieb die Erde als einen Planeten von vielen, die dank der Anziehungskraft der Sonne existieren konnten. Diese Ansicht ist zwar heute ganz selbstverständlich als Richtig anzusehen, zu damaliger Zeit wiedersprach sich diese Theorie der offiziellen Ansicht der Kirche. In dieser war die Erde der Mittelpunkt aller Dinge, von Gott geschaffen und festgehalten. Aus Furcht vor den Sanktionen der Kirche veröffentlichte er sein Buch erst kurz vor seinem Tod im Jahre 1543. „Über die Umschwünge der himmlischen Kreise“ lautete sein Titel. Erst nach seinem Tod erlaubte er die Veröffentlichung, so sehr fürchtete er die Strafe der Kirche.

Galileo Galilei
Galileo Galilei

Ein Geistlicher fügte, natürlich ohne das Wissen von Kopernikus, ein paar Zeilen dem Buch hinzu. In diesem ist die Rede des „kopernikanischem Weltbild“ und von reinen Hypothesen oder Rechenhilfen. Ausdrücklich wurde klar gemacht, dass es sich um keine bewiesenen Tatsachen handelt.

Galileo Galilei war in dieser Angelegenheit etwas mutiger und griff die Behauptungen von Kopernikus erneut auf. Zwar wusste Galileo, das die Kirche nach wie vor nichts von diesen Theorien hielt, allerdings war es ihm ein Anliegen, mit falschen Behauptungen über das Sonnensystem aufzuräumen. Der Mathematiker und Astronom wurde dementsprechend auch verurteilt, seine Lehren wurden als Falsch und Unglaubwürdig deklariert. Desweiteren musste er sogar auf Knien vor den Wächtern der katholischen Kirche, seinen Ansichten abschwören. Zwar kam er dann nicht in den Kerker, allerdings drohten ihm lebenslanger Hausarrest und das Verbot, seine Bücher zu veröffentlichen.

Galileo trat aber nach wie vor für das kopernikanische Weltbild ein und wurde dafür immer wieder von der Kirche ermahnt. Er war überzeugt davon, dass sich die Erde um die Sonne drehte, genauso wie alle anderen Planeten. Nach seiner Buchveröffentlichung mit dem Titel „Dialogo“ stellte man Galileo in Rom vor Gericht.

Faszination Sterne – was sie sind und warum sie funkeln

Sterne funkeln auf eine ganz besondere, wunderschöne Art und Weise und wir alle lieben es, sie anzusehen. Je dunkler der Himmel und je klarer die Sicht, desto heller scheinen sie zu leuchten. Tausende Sterne, die dort oben herumschwirren und von denen wir nur einen Bruchteil zu Gesicht bekommen.

Sterne sind leider nichts weiter als kleine Gaskugeln, in dessen Inneren unvorstellbare Temperaturen herrschen. Temperaturen um die Millionen Grad Celsius. Das Gas der Sterne glüht aufgrund der starken Hitze und die Sterne leuchten ähnlich einer Glühbirne, nur viel heller. Aus diesem Grund können wir sie auch von der Erde aus funkeln sehen. Die Entfernung der Sterne liegt bei schätzungsweisen Billionen Kilometer.  Dies erklärt auch, weshalb uns die Sterne so klein vorkommen. In Wahrheit sind sie riesig, die kleinsten von ihnen etwa zehnmal so groß wie die Erde, sehr große etwa hunderttausendmal so groß. Die Sonne ist im Grunde genommen auch ein Stern und uns am nächsten.

Und noch etwas macht die Existenz der Sterne aus. Sie verbrennen nicht, sondern verglühen zusammen mit ihrem Gasgemisch. Die Energie wird aus ihren Wasserstoff-Atomkernen gezogen. Sofern alle Brennstoffvorräte aufgebraucht sind, verglüht, erlischt oder explodiert der Stern. Dies passiert letztendlich auch mit der Sonne, denn auch sie besteht aus solch einem Brennmaterial. Allerdings reicht der Brennstoff der Sonne für noch etwa fünf Milliarden Jahre, sodass wir uns an dieser Stelle keine Sorgen machen müssen. Ewig wird es das uns bekannte Sonnensystem jedoch nicht geben, soviel steht fest.

Gut zu wissen  Aufgrund der unvorstellbar weiten Entfernung ist es möglich, dass ein Stern bereits erlosch und verglüht ist, für uns aber noch sichtbar am Himmel zu sehen ist.

Sind Planeten auch Sterne?

Definitiv sind Planeten keine Sterne und im Grunde auch komplett anders aufgebaut. Sterne leuchten und strahlen Licht aus, sie glühen und besitzen im Inneren eine Art Energiequelle. Planeten leuchten nicht, sie sind kalt und werden erst sichtbar, wenn sie von einem Stern angeleuchtet werden. Aber: Die meisten Planeten gehören zu einem Stern, denn sie entstehen nicht alleine, bzw. können gar nicht ohne einen Stern entstehen. Ähnlich wie bei der Sonne, müssen die Planeten um die Masse kreisen. So ist festzuhalten, dass es im Universum wahrscheinlich unendlich viele Planeten gibt, immerhin existieren unzählig viele Sterne. Fakt ist auch, dass es nicht unmöglich ist, dass es einen Planten gibt, der unserem ähnelt und wer weiß, vielleicht existiert dort auch ein Leben wie wir es führen.

Die Rolle des Mondes

Klar ist, dass der Mond nicht zu unserem Sonnensystem zählt, allerdings jede Nacht deutlich zu sehen ist. Mal nur zur Hälfte, zu einem Drittel und ab und an dürfen wir in den Genuss des Vollmondes kommen. Anlass für viele Heiler oder Esoteriker, sich daran zu orientieren. Aber was wäre der Mond ohne die Erde und umgekehrt? Sind sie voneinander abhängig und brauchen wir den Mond?

Fakt ist, dass ohne den Mond kein Leben auf der Erde möglich ist. Er ist quasi eine Art Anker oder Schraube, der verhindert, dass sich die Erdkugel dreimal schneller um ihre eigene Achse dreht als sie es jetzt tut. Ja, der Mond bremst die Erde mit Hilfe seiner Anziehungskraft. Ein Tag auf der Erde wäre lediglich acht Stunden lang, danach hätte sie sich einmal um die eigene Achse gedreht. Dies alleine wäre nicht schlimm, allerdings würde sich auch die Windbewegung der Erde drastisch erhöhen. Diese wäre sogar so stark, dass sie wie Orkane über die Erde fegen würden. Dauerhaft und unaufhörlich mit rund 500 Kilometern pro Stunde.

Darüber hinaus wäre auch das Klima betroffen, denn im Sommer hätten wir durchgehend Temperaturen um die 60 Grad, im Winter wäre es minus 50 Grad Celsius. Dieser Hieß-Kalt-Wechsel würde für ein richtiges Chaos sorgen und das Klima auf der Erde wäre nicht mehr lebenswert. Die Erdkruste würde sich schnell verändern, die Ozeane würden sich verändern, die Tiere aussterben und Erdbeben hätten weitreichende Konsequenzen. Ja, ein Leben ohne den Mond wäre nicht möglich. Leider entfernt sich der Mond immer weiter von der Erde, was früher oder später zu einer lebensfeindlichen Position führen wird. Doch auch das wird noch rund eine Milliarde Jahre andauern.

Gibt es weiteres Leben im Universum?

Auch diese Frage ist weitläufig umstritten und natürlich noch immer nicht beantwortet. Immer wieder will man weitere Planeten entdeckt haben oder gar eine zweite Erde gefunden. Auch die NASA will einen erdähnlichen Planeten ausfindig gemacht haben, weiterhin sogar noch elf kleinere, mögliche Planeten. Theoretisch sei der entdeckte Planet in einer bewohnbaren Zone und rund doppelt so groß wie die Erde. Er sei 1400 Lichtjahre entfernt und im Sternbild Schwan zu finden. In jüngster Vergangenheit will man immer wieder solche Planeten gefunden haben. Dies war auch immer wieder der Anlass dafür, um über fremdes Leben, außerirdische Wesen, zu spekulieren. So versucht man tatsächlich immer wieder, Kontakte aufzunehmen oder Aufzeichnungen ins Weltall zu verfrachten. Einfach in der Hoffnung auf Antwort.

Fakt ist, dass es nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein zweiter, ähnlich lebenswerter Planet im Universum existiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Planet wie die Erde in einer ähnlichen Konstellation zu einem Stern befindet ist gar nicht so unrealistisch. Heute ist man sich sogar ziemlich sicher, dass dem so ist. Astronomen aus aller Welt stehen sogar kurz davor, eine andere Erde zu finden. 2009 rief man auch die so genannte Kepler-Mission ins Leben, um einen erdähnlichen Planeten ausfindig zu machen.

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Über Dominik Zgrzendek

Mein Name ist Dominik Zgrzendek, ich bin 29 Jahre alt und Gründer des Weblogs "Sonnen-Sturm.info". Die Astronomie sowie die Beobachtung der Sonne ist ein langjähriges Hobby von mir. Mit diesem Weblog möchte ich euch an meinem Hobby teilhaben lassen und hoffe so, einige für die Astronomie begeistern zu können!