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Satelliten nach Sonnensturm außer Kontrolle

Intelsat gibt nach Sonnensturm Satelliten auf

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Ein Sonnensturm hat einen geostationären Intelsat Satelliten aus der Bahn geworfen. Das Unternehmen will nun weitere Folgeschäden verhindern.

Der Satellit Galaxy 15 des luxemburgischen Satellitenbetreibers Intelsat ist nach einem Sonnensturm außer Kontrolle. Wie das US-Portal Spacenews berichtet, bewegt sich der Satellit bereits aus seinem festen Orbit. Man habe außerdem alle Nutzlasten deaktiviert um Interferenzen zu vermeiden. Schon bald werde er die Umlaufbahn erreichen, die für andere Satelliten reserviert sind. Man arbeite mit Hochdruck daran, die Auswirkungen dieses Durchfluges zu minimieren.

Intelsat hat die Kontrolle Mitte August bereits verloren, hat Spacenews damals berichtet. Als Ursache war ein geomagnetischer Sturm genannt worden, der den Satelliten wohl getroffen hat. Dadurch sei offenbar die Bordelektronik außer Gefecht gesetzt worden, die Nutzlast funktionierte dagegen weiterhin. Intelsat hat damals noch versucht, die Kontrolle über den Satelliten wiederzuerlangen. Das wurde nun aber aufgegeben. Alle Kunden seien inzwischen von dem Satelliten Galaxy 15 auf Galaxy 23 umgezogen worden. Am oder um den 8. Oktober soll dann mit dem Galaxy 33 auch der geplante Nachfolger für den Galaxy 15 gestartet werden.

Galaxy 15 ist ein geostationärer Telekommunikationssatellit, der verschiedene Dienstleistungen für Nordamerika ermöglicht hat. Gestartet wurde er am 13. Oktober 2005 vom Europäischen Weltraumbahnhof in Kourou. Nach besonders starker Sonnenaktivität hatte Intelsat 2010 schon einmal die Kontrolle über den Satelliten verloren, die konnte erst nach mehr als einem halben Jahr zurückerlangt werden. Die Geschichte des Satelliten verdeutlicht also besonders gut die Gefahren von Sonnenstürmen. Angesichts der zunehmenden Technisierung wird unsere Infrastruktur dafür immer anfälliger, nicht nur die im Orbit. Weltraumbehörden planen deswegen Frühwarnsysteme, Mitte des Jahrzehnts soll etwa die ESA-Wächtersonde Vigil Stellung beziehen.

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