Polarlichter in Deutschland sichtbar in der Nacht vom 10.-11. Dezember 2025
Geomagnetischer Sturm überrascht mit Polarlichtern in Deutschland
Polarlichter in Deutschland, ein Phänomen, das normalerweise mit den hohen Breitengraden Skandinaviens oder Alaskas assoziiert wird, hat in den letzten Jahren immer öfter auch in unseren Breiten für Aufsehen gesorgt. Besonders im Jahr 2025, während der Hochphase des 25. Sonnenzyklus, steigt die Chance auf atemberaubende Nordlichter. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf den jüngsten geomagnetischen Sturm vom 10./11 Dezember 2025, der die Stufe G2 (moderat) erreichte. Wir erklären, was passiert ist, warum Polarlichter in Deutschland sichtbar werden konnten, und geben Tipps für zukünftige Beobachtungen.
Was sind Polarlichter und wie entstehen sie?
Polarlichter, auch Aurora Borealis genannt, sind leuchtende Erscheinungen am Nachthimmel, die durch Wechselwirkungen zwischen geladenen Teilchen der Sonne und der Erdatmosphäre entstehen. Die Sonne stößt ständig Plasma aus, den sogenannten Sonnenwind. Bei starken Eruptionen, wie koronalen Massenauswürfen (CMEs), kann dieser Wind die Erdmagnetosphäre stören und zu geomagnetischen Stürmen führen. Diese Stürme werden auf einer Skala von G1 (minor) bis G5 (extrem) klassifiziert, basierend auf dem Kp-Index, der die Stärke der magnetischen Störungen misst.
In Deutschland, das auf etwa 47° bis 55° nördlicher Breite liegt, sind Polarlichter in Deutschland eher selten, da sie typischerweise nur bei starken Stürmen (Kp 5 oder höher) so weit südlich vordringen. Doch 2025 ist ein besonderes Jahr: Die Sonne befindet sich in ihrem Maximum, was zu häufigeren und intensiveren Ausbrüchen führt. Tatsächlich hat der 25. Sonnenzyklus bereits zu spektakulären Sichtungen geführt, wie im November 2025, wo helle Lichter über Teilen Deutschlands beobachtet wurden.
Der geomagnetische Sturm vom 11 Dezember 2025: Ein Rückblick
Am 10. Dezember 2025 traf ein moderater geomagnetischer Sturm die Erde, der von uns gestern Abend Angekündigt wurde. Bereits am Abend des 10. Dezember deuteten Daten auf eine anstehende Störung hin: Die Bz-Komponent des interplanetaren Magnetfelds (IMF) war stark negativ (bis zu -15 nT), was eine effektive Kopplung mit der Erdmagnetosphäre ermöglichte. Der Sonnenwind beschleunigte auf über 450 km/s, und der Kp-Index kletterte auf 5 bis 6 – genau die Schwelle für einen mittleren geomagnetischen Sturm.
Was die Sichtbarkeit von Polarlichtern in Deutschland betrifft: Bei G2-Stürmen können schwache, diffuse Lichter bis etwa 54°-55° nördlicher Breite vordringen, was Norddeutschland, die Ostseeküste und Teile Schleswig-Holsteins einschließt. Berichte deuten auf grüne Bögen und leichte Säulen hin, die vor allem fotografisch gut erfasst werden konnten. Visuell waren sie in Küstenregionen schwach sichtbar, solange der Himmel klar war. Im Harz und in Bayern behinderten diesige oder wolkige Bedingungen viele Beobachtungen, doch vereinzelte Glückstreffer gab es. Im Vergleich zu intensiveren Stürmen wie im November, wo helle Polarlichter über weiten Teilen Deutschlands leuchteten, war dies ein moderater, aber dennoch spannender Event.
Aktuell, am 11. Dezember 2025 Vormittags, hat sich der Sturm vollständig beruhigt. Der Kp-Index liegt bei 1-2, der Bz ist neutral, und der Sonnenwind ist auf unter 400 km/s gesunken. Keine neuen CMEs sind in den nächsten 48 Stunden im Anmarsch, was eine Pause bedeutet – bis zum nächsten Potenzial um Weihnachten, wo sogar G3-Aktivität prognostiziert wird.
Warum 2025 ein gutes Jahr für Polarlichter in Deutschland ist
Der aktuelle Sonnenzyklus, der 2019 begann, erreicht 2025 seinen Höhepunkt. Das bedeutet mehr Sonnenflecken, mehr Eruptionen und somit mehr Chancen auf geomagnetische Stürme. Historisch gesehen treten Polarlichter in Deutschland etwa alle paar Jahre auf, aber in Maximum-Phasen wie jetzt mehrmals jährlich. Experten wie die NOAA warnen, dass solche Stürme nicht nur Schönheit bringen, sondern auch Risiken für Technologie bergen, doch für Beobachter sind sie ein Geschenk.
In den letzten Monaten gab es bereits Highlights: Im November 2025 sorgte ein CIR (Corotating Interaction Region) für Sichtungen, die sogar auf TikTok und YouTube geteilt wurden. Für Dezember 2025 könnten Weihnachtspolarlichter ein „Wunder“ werden, wie einige Medien spekulieren. Besonders in Norddeutschland, wo die Breitengrade günstiger sind, lohnt es sich, Apps zu nutzen, um Echtzeit-Alarme zu erhalten.
Tipps für die Beobachtung von Polarlichtern in Deutschland
Um Polarlichter in Deutschland zu erleben, braucht es Vorbereitung. Hier einige praktische Ratschläge:
- Ort wählen: Nordküste, Ostsee oder Harz sind ideal. Vermeiden Sie Lichtverschmutzung – dunkle, offene Flächen sind Schlüssel.
- Wetter checken: Klarer Himmel ist essenziell. Apps wie wetter.com helfen.
- Ausrüstung: Für visuelle Sichtung reicht das bloße Auge, aber eine Kamera mit Langzeitbelichtung fängt mehr ein. Stativ und warme Kleidung nicht vergessen!
- Vorhersagen nutzen: Seiten wie sonnen-sturm.info bieten Live-Daten zu Kp-Index, Bz und Solarwind. Setzen Sie Alarme für Kp >5.
- Sicherheit: Geomagnetische Stürme sind harmlos für Menschen, aber achten Sie auf Funkstörungen bei Outdoor-Aktivitäten.
Noch im diesem Jahr könnten weitere Events folgen, besonders um Weihnachten, wo ein starker Sturm Polarlichter bis Mitteldeutschland bringen könnte, so Jan Schenk in seinem Focus Artikel
Fazit: Polarlichter in Deutschland – Ein natürliches Spektakel
Der geomagnetische Sturm vom 10./11. Dezember 2025 hat uns erneut gezeigt, wie faszinierend die Wechselwirkungen zwischen Sonne und Erde sind. Obwohl die Sichtungen schwach waren, unterstreichen sie die Aktivität des Sonnenzyklus und wecken Vorfreude auf mehr. Polarlichter in Deutschland bleiben ein rares, aber erreichbares Erlebnis, solange wir vorbereitet sind.
Teilen Sie Ihre Fotos und Berichte in den Kommentaren! Haben Sie den Sturm miterlebt? Lassen Sie es uns wissen.