Weltraumwetter

Sonnenwind im Anmarsch: Laues Lüftchen oder stürmische Zeiten?

Geschätzte Lesedauer: 2 minuten

Sonnenwind im Anmarsch: Laues Lüftchen oder stürmische Zeiten?

Zugegeben, es ist derzeit etwas ruhiger geworden was das Weltraumwetter und die Sonnenaktivität angeht, aber es gibt dennoch immer mal wieder reelle Chancen auf magnetische Stürme in Zeiten schwacher Aktivitäten.

So kann man auf den aktuellen Aufnahmen der Sonne  ein großes koronales Loch in der Atmosphäre der Sonne erkennen. Tatsächlich ist es möglich, dass sich die Polarlichtchancen in der nächsten Woche deutlich erhöhen und dies nicht nur in den Polarregionen, sondern auch in mittleren Breitengrade, wie z.b. in Norddeutschland.

Koronales Loch - 18. November 2016
Koronales Loch – 18. November 2016

Auf der Aufnahme des NASA Solar Dynamics Observatory vom 18.November erkennt man das „loch“ in der Korona als dunklen Flecken, der sich über dem nordwestlichen Rand der Sonne erstreckt. Noch ist es zu früh zu sagen, ob der ausgestoßen Sonnenwind einen schweren Geomagnetischen Sturm auslösen wird und uns so leuchtene Polarlichter am Nachthimmel zaubert.

Wir werden in den nächsten Tagen sicher weitere Daten sammeln können, wenn sich die volle größe des koronalen Lochs zeigt und erste Prognosen der Experten vorliegen.

 

 

 

Erklärungen
 
Die Erde befindet sich in einer Art magnetischer Blase, der Magnetosphäre. Diese schützt uns vor dem Sonnenwind. Trifft ein Sonnensturm die Erde, stört er die Magnetosphäre und löst einen geomagnetischen Sturm aus. Polarlichter treten auf. Satelliten können beschädigt oder Funkverbindungen und elektrische Leitungen gestört werden.
 
Korona
Die äusserste Schicht der Sonnenatmosphäre kann man bei einer Sonnenfinsternis von Auge sehen. Sie besteht aus bis zu zwei Millionen Grad Celsius heissem Gas.
 
Koronales Loch
Ein koronales Loch ist ein Bereich in der Sonnenkorona mit einer niedrigeren Temperatur und Dichte als in der Umgebung. Auf Sonnenbildern erkennt man ein koronales Loch als grösseren, dunklen Bereich. Hier kann Plasma austreten und sich als Sonnenwind im Weltraum verbreiten.

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