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Warum stranden Wale: Die Ursache kommt aus dem All

Sonnenstürme sind mitverantwortlich für Walstrandungen

Geschätzte Lesedauer: 2 minuten

Eine Walstrandung, also das unbeabsichtigte Auflaufen eines Wals auf einen Strand kann viele Gründe haben. Schon lange waren Störungen des Magnetsinns durch natürliche Anomalien im Magnetfeld der Erde im verdacht. Erstmals konnten Wissenschaftler nun nachweisen, dass die Wale nicht einfach nur falsche Informationen durch das veränderte Magnetfeld bekommen, sondern ihre Sinne oftmals sogar ganz ausfallen.

Forscher der Duke Universität aus North Carolina fanden jetzt heraus, dass Sonnenstürme den Orientierungssinn von Grauwalen nicht nur beeinträchtigen, sondern diesen massiv einschränken – die Wale „erblinden“ förmlich.

Grauwale orientieren sich am Magnetfeld der Erde indem sie sich lokale natürliche Störungen oder Anomalien im Erdmagnetfeld merken und diese als Wegweise nutzen. Diese natürlichen Anomalien sind starke und lokale Veränderungen und weitestgehend stabil. Die Wale können sich anhand dieser Berge und Täler im Magnetfeld orientieren. Verändert sich das lokale Magnetfeld nun durch einen Sonnensturm, so sind die Wale fast Blind und es kommt zu Strandungen. „Doch wir konnten zeigen, dass die Wale nicht einfach nur falsche Informationen durch das veränderte Magnetfeld bekommen, sondern ihre Sinne oftmals ganz ausfallen.“ Das sei so drastisch, dass viele Grauwale dies mit dem Leben bezahlten.

Auch erzeugen Sonnenstürme ein Hochfrequenzrauschen, das wiederum die magnetische Orientierung der Wale – also ihren inneren Kompass – außer Kraft setzt. Das ist allerdings nicht nur bei Sonnenstürmen so: Auch die in der Schifffahrt üblichen Mittelfrequenz-Sonare führten zu Strandungen von Grauwalen.

Studienautor Granger will nun für andere Walarten untersuchen, welche Folgen Sonnenstürme haben. Dabei geht es nicht nur darum, warum die Wale stranden. Die Forscher interessiert auch, wie genau der Magnetsinn der Tiere funktioniert. Bis heute wissen Meeresforscher nur wenig über das sensible Organ der Meeressäuger.

 

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