Weltraumwetter

Sonnenfleck 2253 – Erste M-Klasse Sonneneruption

Geschätzte Lesedauer: 2 minuten

Sonnenfleck 2253 – Erste M-Klasse Sonneneruption

Der Sonnenfleck 2253 hat heute für den ersten M-Klasse Flare in diesem Jahr gesorgt. Die Eruption erreichte gegen 11:47 Uhr eine Stärke von M1.1 auf der Skala für Sonneneruptionen. Flares werden wie Erdbeben nach ihrer Stärke benannt: A- und B-Flares sind die Kleinsten, von C-Flares bemerkt man auf der Erde noch nicht viel, M- und X-Flares können Sonnenstürme verursachen, die auf der Erde Polarlichter auslösen, falls sie getroffen wird. Jede Flare-Klasse wird nochmals unterteilt von 1 bis 9, z.B. X1 bis X9. Die Stärke wird anhand der Röntgenstrahlung bestimmt, die ein Flare aussendet. Bei diesem Flare wurde kein koronaler Massenauswurf beobachtet, die Erde wird also nicht von einem Sonnensturm getroffen.

Sonnenfleck 2253
Sonnenfleck 2253 ( Für eine größere Darstellung bitte das Bild anklicken)

Die für die Eruption verantwortliche Sonnenfleckengruppe 2253 hat in den letzten 24 Stunden an magnetischer Komplexität zugenommen und verfügt nun über 2 Delta-Flecken, welche zwar nicht besonders groß sind, weitere M-Klasse Flares sind jedoch sehr wahrscheinlich. Im nachstehenden Bild haben wir euch den Sonnenfleck samt magnetischem Layout vergrößert dargestellt. Die Farben Blau und Rot stellen die unterschiedlichen Polaritäten da ( Nord und Süd ). Delta Flecken sind Bereich innerhalb dieser Bereiche, welche eine entgegengesetzter Polarität aufweisen.

2253 befindet sich nun in einer geoeffektiven Position und ist somit in der Lage koronale Massenauswürfe in Richtung Erde zu schleudern, bei einer Eruption. Alle anderen Sonnenflecken waren ruhig und unauffällig.

Der Sonnenwind aus dem gestern angesprochenen koronalen Loch, erreichte bereits gegen Mitternacht das Erdmagnetfeld und verursachte einen geomagnetischen Sturm der Kategorie 1 auf einer Skala von 1-5 entspricht dies einem geringen Sturm. In höheren Breiten kam es zu deutlich sichtbaren Polarlicht, wie uns Marketa S. aus Alaska mit diesem Bild beweist:

Taken by Marketa S Murray on January 2, 2015 @ Fairbanks, Alaska. Found on https://spaceweathergallery.com/
Taken by Marketa S Murray on January 2, 2015 @ Fairbanks, Alaska. Found on https://spaceweathergallery.com/

Dominik Zgrzendek

Mein Name ist Dominik Zgrzendek, ich bin 32 Jahre alt und Gründer des Weblogs "Sonnen-Sturm.info". Die Astronomie, sowie die Beobachtung der Sonne, ist ein langjähriges Hobby von mir. Mit dieser Seite möchte ich euch an meinem Hobby teilhaben lassen und hoffe so, einige für die Astronomie begeistern zu können!

4 Kommentare

  1. Ich bin immer wieder fasziniert von den Vorgängen auf der Sonne. Ihr erklärt alles sehr verständlich, so macht das verfolgen der Aktivitäten echt Spaß und man lernt immer wieder dazu.

    1. Kann mich Peters Meinung nur anschließen: Sehr aktuell und informativ!
      Was ist denn das aktuell gerade für ein Sturm? Ein neuer Ausbruch aus o.g. Sonnenfleck? Wo sehr ich, ob ein KMA dabei ist?

      1. Ob sich ein KMA nach einer Sonneneruption gelöst hat erkennt man am besten auf den LASCO Aufnahmen (https://sonnen-sturm.info/satellitenbilder-der-sonne/) Wie das ganze dann aussehen könnte, kannst du hier sehen; https://sonnen-sturm.info/hilfe_faq/koronale-massenauswuerfe/ . Die geomagnetischen Störungen aktuell werden durch den negativ gepolten Sonnenwind aus einem koronalen Loch verursacht. Die südliche bzw. negative Ausrichtung ist für die Aktivität im Erdmagnetfeld verantwortlich.

  2. 05.01.2015: Die Ausrichtung des interplanetaren Magnetfeldes ist derzeit stark südlich mit -9nT. Dadurch ist es wahrscheinlich, dass die geomagnetische Aktivität in den nächsten Stunden auf „G1-Sturmstärke“ ansteigt.
    Die Polarlicht-Wahrscheinlichkeit in Norddeutschland ist erhöht, fotografisches Polarlicht möglich. Aus den Niederlanden wurde schon fotografisches Polarlicht gemeldet!
    In Nordeuropa ist mit hoher visueller Polarlichtaktivtät zu rechnen.

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